Habe gerade eben "Krieg der Welten" (2005) von Steven Spielberg angeschaut und trotz meiner Abneigung gegen Tom Cruise und der offensichtlichen Hollywood-Drama Logikfehler bin ich immer wieder überrascht wie sehr mich dieser Film zum Nachdenken bringt und wie gut es in Szene gesetzt wurde.
Es ist Einer der wenigen Filme in dem ich die Vertonung wirklich liebe. Zum Beispiel bemerke ich jedes Mal wie es mir den Magen zusammen zieht wenn das "Horn" einsetzt (meist wird das eingespielt wenn irgendwo eines der Dreifüße aufkreuzt) oder dieser maschinelle Ton der einsetzt als die Menschen "ausgesaugt" werden.
Gerade die junge Dakota Fanning hat hier wirklich abgeliefert, als unschuldiges junges Mädchen nimmt man ihr die Rolle wirklich sehr gut ab. Selbst bei Tom Cruise muss ich zugeben das mich die schauspielerische Leistung echt positiv überrascht. Gut, dieser Familien-Drama lenkt eigentlich eher vom Film ab und eigentlich nervt er gerade zum Anfang einfach nur, aber okay, es füllt den Film aus.
Der eigentliche Punkt der mich aber wirklich zum Nachdenken anregt ist folgendes: Aus einem gewissen Standpunkt sehe ich da sehr starke Parallelen zu dem Menschen gegenüber Schlachttieren. Eigentlich sind wir genau diese Außerirdische die hier die skrupellose Schlachter sind. Diese Szene mit dem übertriebenen Blutbad könnte genauso ein Schlachthof sein und die Menschen, die so würdelos in den Käfigen gehalten werden... ich glaube ich brauch nicht mehr erwähnen.
Es regt echt zum Denken an, wie wir eigentlich so überlegen mit unseren Mitgeschöpfen umgehen

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Ich bin wirklich keiner der Independence Day sonderlich mag. Solche Postapokalyptische Filme haben ihren gewissen Reiz, aber da hört es schon auf. Krieg der Welten hingegen hat es mich wirklich angetan

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Etwas überrascht bin ich immer über das plötzliche Ende. Auf einen Schlag sterben die Pflanzen ab und die "Dreifüßer" schwanken - die Idee mit der fehlenden Immunität finde ich ehrlich gesagt super - aber wie hopp das ganze passiert ist irgendwie so kurzatmig

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