Ugh, dieses Jahr ist furchtbar.
Die Hälfte meiner Kartoffelernte musste ich wegschmeissen. Oder besser gesagt: Zusammenkratzen und in der Mülltonne entsorgen (und nicht auf den Kompost), damit der Boden nicht noch weiter verseucht wird.
Welche Infektion es nun genau war kann ich nicht mehr feststellen, aber sowohl Bakterien als auch Pilze wurden dieses Jahr durch das dauernasse Wetter stark begünstigt.
Die infizierten Kartoffeln hatten sich jedenfalls in ekelhaft schleimige, Fäden ziehende und widerlich stinkende Matschbomben verwandelt.
Besonders lustig war, dass einige von Außen sogar noch intakt aussahen. Aber wenn man sie dann greifen wollte...PLATSCH.
Und der Geruch hing noch Stunden später an meinen Händen.
Von meinen Tomaten sind auch nur noch größtenteils grau verfaulte Büsche übrig. Und das, obwohl sie überdacht stehen. Aber alleine die hohe Luftfeuchtigkeit reichte dem Grauschimmeln wohl aus.
Nur meine Johannisbeertomaten sind noch fleißig dabei, am laufenden Band kleine, rote, sehr leckere Mini-Kugeln zu produzieren. So langsam wird das meine Lieblingstomatensorte.
Dankbar für den vielen Regen sind dagegen Kürbisse, Gurken und Zucchinis. Davon habe ich jeweils so viel, dass ich gar nicht weiß wohin damit.
Und die Snackpaprika und Andenbeeren (die Samen habe ich jeweils aus Früchten von Aldi rausgekratzt) sind so große und reichlich tragende Büsche geworden, dass sie vom Sims gekippt sind.
Die Pflanzen haben den Sturz zu 80% überlebt und tragen weiter. Aber meine schönen neuen Pflanzkästen mit Wasserspeicher sind zerbrochen.
So richtig reifen werden die Paprikas und Chilies aber nur, wenn noch mal ein paar warme Tage kommen. Worauf ich nicht mehr spekuliere.
Dann hoffe ich, dass ich die Reifezeit im Wintergarten verlängern kann. Was natürlich wieder das Risiko erhöht, dass sie von Schädlingen überfallen werden...
Über den Rest reden wir erst gar nicht, das meiste ist den Nacktschnecken zum Opfer gefallen.
Wenn jemand sagt, dass Gärtnern einfach ist, dann...