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Codos Rezepte
#41

Ohje und wenn der richtig Hunger kriegt, wird er böse Big Grin
[Bild: B-rchen-f-r-signatur.gif]
Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgenwo ein Superbär!
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#42

Also ich kann nicht Brot backen und kaufe mein Brot immer noch beim Bäcker wie vor der Apokalypse auch schon. Bei den Bäckern scheint es derzeit noch keine ausgeprägten Hefe- und Mehlenpässe zu geben, anders als im Supermarkt. Na ja, wenn sich die Leute, die sonst nicht backen, sich das jetzt mit dem Backen antun wollen, sollen sie das tun. Vielleicht stellen sie aber in einigen Monaten auch nur fest, dass sie das palettenweise gekaufte Mehl und die Hefe nicht mehr benötigen und werfen es dann weg. Hauptsache man hat was, wenn man's dann vielleicht doch nicht braucht.
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#43

Mein Hermann ist immer noch lebendig.

Ich habe experimentiert und bin zu dem Schluss gekommen, dass es besser ist, jeden Tag zu füttern (dann aber eine entsprechend kleinere Menge). Nach einem Tag scheint der Gärvorgang mit dem zugefütterten Teig nämlich schon abgeschlossen zu sein. Kann sein, dass in der Ruhezeit sonst noch irgendwelche anderen Prozesse laufen, aber ich habe bisher keinen Unterschied feststellen können.

Hier mein einfachster Hermann-Kuchen, der auf einem Rezept basiert, das ich als Kind bekommen habe. 
Eine "Tasse" aka Cup ist zwar ein genormtes Maß (1 cup = 250 ml), aber das Rezept ist so tolerant, dass jeder Becher geht.

Den Ofen auf 170°C Umluft vorheizen.

2 Tassen fertiger Hermann
2 Tassen Mehl
1/2 bis 1 Tasse Zucker (je nach Geschmack)
1/2 Tasse Öl oder geschmolzene (und gebräunte) Butter
1/2 Tasse Milch
1 gehäufter TL Backpulver
1 Prise Salz
1/2 bis 1 Tasse Schokolinsen oder gewürfeltes Marzipan oder Rosinen oder gehackte Nüsse oder oder oder ....
Gewürze wie Zimt, Nelken, Vanille, Rum, Rosenwasser nach Geschmack

Einfach alles zusammenrühren, bis es ein glatter, relativ flüssiger Teig ist. Das geht auch mit einem Kochlöffel. Wenn man eine Maschine benutzt, dann nur solange rühren, bis der Teig gleichmäßig durchmischt ist. Rührt man zu lange, geht der Kuchen nicht auf und wird zäh.

Es geht eigentlich auch jede Backform. Ich verwende eine Ringbackform aus Silikon. Da passt er gerade so rein. Immer dran denken, dass er beim Backen noch aufgeht.

Die Backzeit richtet sich nach der Form. In der Ringform backt er bei mir ungefähr 1 Stunde 15 Minuten. Auf einem Blech wird er wegen der größeren Oberfläche schneller fertig sein. Einfach nach einer 3/4 Stunde ab und zu mit einem Zahnstocher reinpieken. Kommt er sauber raus, ist der Kuchen fertig.
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#44

Mal was zum NICHT Backen.

Rohen Keksteig zu naschen ist wegen der rohen Eier, aber vor allem wegen des unbehandelten Mehls, nicht unbedenklich. Ich pasteurisiere daher die Eier und "backe" das Mehl vorher.

Die Eier erhitzt man dafür unter ständigen Rühren vorsichtig in einem Topf, bis sie zu dampfen anfangen. Es soll natürlich kein Rührei werden, sondern flüssig bleiben. Ich finde, man "riecht" die Temperatur, bei der man aufhören muss zu erhitzen: Sobald es anfängt nach Rührei zu riechen, sofort den Topf in kaltes Wasser stellen und unter Rühren abkühlen lassen.

Damit E-Coli und co. im Mehl abgetötet werden, backe ich es für 20 Minuten bei 200 Grad im Ofen (ist wahrscheinlich Overkill, aber da Kara den Teig gerne nascht, gehe ich lieber auf Nummer sicher). Ich mache gleich ein ganzes Kilo Mehl, damit ich nicht jedes Mal neu den Ofen anschmeissen muss.

Der Keksteig zum Naschen selbst ist dann ganz einfach:

2 pasteurisierte Eier
3 gehäufte EL weiche Butter
1 Prise Salz
1 Packung Vanillezucker
1/2 bis 1 Tasse Zucker (je nach Geschmack)
1 1/2 Tassen hitzebehandeltes Mehl

Einfach alles mit einem großen Löffel ordentlich zusammen rühren. Man kann auch noch Kakao, Schokosplitter, Nüsse, Zitronenschale usw. dazu geben.
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#45

(10.11.2020 19:37)Codo schrieb:  Damit E-Coli und co. im Mehl abgetötet werden, backe ich es für 20 Minuten bei 200 Grad im Ofen (ist wahrscheinlich Overkill, aber da Kara den Teig gerne nascht, gehe ich lieber auf Nummer sicher). Ich mache gleich ein ganzes Kilo Mehl, damit ich nicht jedes Mal neu den Ofen anschmeissen muss.

Interessant, hält das kg gebackene Mehl dann "lange" und wie lagere ich es richtig, damit keine neuen "Kulturen" reinkommen/sich bilden?
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#46

Ich glaube nicht, dass sich die Haltbarkeit verändert. Ich lasse es auf dem Backblech abkühlen und fülle es dann in einen luftdichten Glasbehälter.

Steril wird es nicht bleiben, aber die lästigen E-Coli werden sich nicht wieder einnisten, es sei denn man geht da mit schmutzigen Fingern ran.
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#47

Wochenende-Kakao

Im Winter mache ich mir diesen Kakao öfter. Wegen dem Alkohol ist er aber nix für jeden Tag. Ugly

3/4 Becher Milch (pflanzlich geht natürlich auch)
1 Schuss Rum
1 Esslöffel Kakaopulver zum Backen
1-2 Esslöffel Zucker
1 Prise Salz
1 Prise Gewürz (ich nehme gerne Muskat oder Kardamom)
Marshmallows (optional)
Sahne (optional)

Die Milch in einem Topf oder der Mikrowelle erwärmen.
Währenddessen das Kakaopulver mit dem Zucker, dem Salz, den Gewürzen und dem Rum im Becher mischen. 
Im Alkohol löst sich der ansonsten zickige Kakao bereitwillig auf.
Die heiße Milch dazu gießen und alles gut verrühren.

Die Marshmallows mit dem Brenner karamellisieren und auf dem Kakao schwimmen lassen. Muss nicht sein, ist aber geil.
Vorsicht, Marshmallows fangen leicht an zu brennen, und die Flamme kann am Anfang unsichtbar sein. Panik
Wer will gibt noch einen Klacks geschlagene Sahne dazu (Sprühsahne geht auch), denn wenn schon, denn schon.
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#48

Jetzt hatte ich plötzlich Lust auf Kakao. Love

   
"Buddhismus ist mein Glaube und ich glaub' im nächsten Leben hau' ich dir aufs Maul."
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#49

Ich habe diverse Zitrusbäume, die im Winter oft Früchte tragen. Deswegen mache ich zu Weihnachten diese beiden Aufstriche, die als Geschenke auch immer gut ankommen.

Orangen – Ingwer – Marmelade

Sie ist trotz dem hohen Anteil an Zesten weniger bitter als man denkt. Man kann den Anteil natürlich auch reduzieren. Man kann die Zesten auch nur beim Kochen drin lassen und vor dem Einfüllen absieben, falls man das “fusselige” Gefühl nicht mag. Ich lasse sie aber immer drin.

4 große Bio-Orangen
2 Bio-Zitronen
eventuell etwas Orangensaft zum Auffüllen
Ein daumenlanges Stück Ingwer (ergibt gerieben etwa einen gehäuften Esslöffel)
1 Vanillestange
1 Schnapsglas Rum
1 kg Gelierzucker 1:1

Die Orangen und Zitronen heiss abwaschen und mit dem Zestenreisser abziehen. Die Früchte kräftig auf der Tischplatte rollen, halbieren und auspressen. Falls nötig, mit zusätzlichem Orangensaft auf einen Liter Flüssigkeit auffüllen. Den Ingwer schälen und raspeln. Die Vanillestange längs aufschnitzen und das Mark mit dem Messerrücken herauspressen. Alle Zutaten in einen großen Topf füllen und 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. Ich lasse dabei die ausgeschabte Vanilleschote auch mitkochen und fische sie zum Schluss heraus. Noch heiss in ausgekochte Marmeladengläser bis zum Rand auffüllen, sofort verschließen und auf den Deckel gestellt auskühlen lassen.

Lemoncurd

Das Lemoncurd hält sich im Kühlschrank ungefähr zwei Wochen. Auch ungeöffnet muss es im Kühlschrank aufbewahrt werden. Es eignet sich als Brotaufstrich aber auch als Verfeinerung von Eis, Desserts oder Kuchen. Ich benötige für dieses Rezept 8 Zitronen, aber meine aus dem Garten sind auch deutlich größer als die aus dem Supermarkt. In dem Fall also eher 9 oder 10 nehmen.

Meine Methode weicht etwas davon ab, wie das Curd üblicherweise hergestellt wird. So gelingt es mir aber immer problemlos. Achtsamkeit braucht es aber schon, egal welche Methode man verwendet. Denn die Creme darf nicht zu heiss werden. Sonst hat man saures Rührei.

8-10 Bio-Zitronen
250 g Butter
250 g Zucker
10 Eier Größe M
Schale von 5 Zitronen (oder mehr)
Mark einer Vanillestange
1 Prise Salz

Die Zitronen auspressen. Den Saft mit dem Zucker, der Butter, dem Salz, der Zitronenschale und der Vanille zum Kochen bringen. In einem zweiten Topf mit schweren Boden (sonst erhitzt es sich zu schnell und ungleichmäßig) die Eier verquirlen. Da es hier nicht darum geht, viel Luft hineinzuschlagen, arbeite ich einfach mit dem Handbesen. Sobald eine homogene Creme entsteht, die Saftmischung im Strahl durch ein Sieb und unter weiterem Schlagen dazugeben. Die Mischung sollte jetzt noch recht flüssig sein. Den Topf nun noch einmal vorsichtig erwärmen, dabei immer weiter rühren. Sobald das Curd anfängt fester zu werden, sofort vom Herd nehmen und noch eine Minute kräftig weiterrühren. Sonst besteht die Gefahr, dass die Resthitze das Ei am Boden stocken lässt. Dann noch heiss in ausgekochte Marmeladengläser füllen und sofort verschließen.

Sollte die Creme doch zu heiss werden und gerinnen, kann man sie eventuell noch retten, indem man sie sofort in ein kaltes Wasserbad stellt und kräftig weiter rührt und dann durch ein Sieb gießt.
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