Ich habe gerade herausgefunden, dass ich letzten Sommer höchstwahrscheinlich von einer Einsiedlerspinne gebissen wurde. Der Biss kann zu Nekrosen führen, teilweise sogar zum Tod.
Zufällig wurde mir heute ein Artikel empfohlen, über einen Briten, der Finger durch einen Spinnenbiss verlor. Und da ging mir plötzlich ein Licht auf. Ich hatte EXAKT die gleichen Symptome, nur dass es bei mir nicht bis zur Nekrose ging: Der Biss fast nicht spürbar, danach heftige, heiße Schwellung mit Blaufärbung.
So sah es bei mir aus. Es tat höllisch weh, vor allem wenn man es angefasst hat, und es fühlte sich richtig heiß an.
Von verschiedenen Ärzten bekam ich folgende Diagnosen:
- Mückenstich im Meerwasser infiziert
- Bremsenstich mit Borreliose
So richtig geglaubt hatte ich das nie, denn einen Bremsenstich spürt man.
Ich wurde mit Antibiotika zugeballert, und die Wanderröte ging dann auch weg. Aber damals hatte ich auch noch heftige Schmerzen im rechten Bein. Bis heute tun mir die Nerven/Gelenke auf der rechten Körperhälfte oft noch weh. Aber auch da finden die Ärzte nichts.
Ich habe auch eine große Spinne aus dem Handtuch fallen sehen, nachdem ich mich abgetrocknet hatte. Aber ich hatte keinen Biss gespürt, daher habe ich mir nichts dabei gedacht.
Alter, man muss so aufpassen, wenn man Camping macht. Nur EIN Mal nicht das Handtuch ausgeschüttelt, und schon hat man sich einen potentiell tödlichen Spinnenbiss eingefangen.
Ich habe aber offensichtlich wirklich Pech gehabt. Diese Spinne beisst nur sehr selten. Aber auch Glück im Unglück. Denn bei mir kam es nicht zu einer Nekrose.
Nachtrag: Ich habe gerade gelesen, dass diese Spinnenart sich durch den Klimawandel auch in Richtung Deutschland ausbreitet. Damit ihr Bescheid wisst:
"Die meisten Bisse von Spinnen der Gattung Loxosceles hinterlassen nur eine geringe Narbe. Wie „MSD Manuals“ berichtet, gibt es jedoch einige, nach denen es zu großen Gewebedefekten kommt: „Der sogenannte Loxoscelismus, ein durch das Spinnengift induziertes systemisches Syndrom, wird meist erst 24 bis 72 Stunden nach dem Biss beobachtet und ist eher ungewöhnlich.“ Allerdings trete er häufiger bei Kindern und Jugendlichen auf. Folgen: Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit und Erbrechen, Gelenk- und Muskelschmerzen, ein generalisierter Hautausschlag, Krampfanfälle, Blutdruckabfall, Gerinnselbildung im Blut, Thrombozytopenie, Auflösung der roten Blutkörperchen, Nierenversagen, Tod."