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Haustierfragen
#51

Das ist doch genau das Gleiche wie mit diesen Vogelkäfigen.

So was dürfte überhaupt nicht als Dauerkäfig verkauft werden!

Klar braucht man für Haustiere immer mal kleine Käfige für Transport, als Krankenstation etc.
Aber das darf nicht die Dauerlösung sein! Genauso kriege ich die Kriese bei diesen winzigen Nagerkäfigen.

Nur weil es erlaubt und weit verbreitete Praxis ist, ist das noch lange nicht in Ordnung!

Natürlich wird auch ein Vogel nach dem Freiflug "freiwillig" in seinen winzigen Käfig zurückkehren, ganz einfach weil er es gewohnt ist, und damit Futter und Schlafen in Verbindung bringt. Ist es deswegen das Beste für das Tier? NEIN.

Intelligente Tiere können auch darauf konditioniert werden, dass eine unangenehme Situation für sie zur Komfortzone wird.
Und gerade soziale und sensible Tiere wie Hunde oder Vögel neigen zur erlernten Hilflosigkeit.
Wenn Hunde gelernt haben, dass sie eine Bodenplatte nicht verlassen können, die ihnen Elektroschocks gibt, dann werden sie auch dann darauf sitzen bleiben, wenn ihnen die Möglichkeit gegeben wird, davon zu fliehen. Und Hunde lieben selbst dann ihre Besitzer, wenn sie von ihnen schwer misshandelt werden. Wir haben sie sogar darauf domestiziert, dass sie unfaires Verhalten besser tolerieren als Wölfe! Wir wollen schließlich BEQUEME Haustiere, gell?

Mit Katzen ist es genau umgekehrt. Ihre Unabhängigkeit wird als Ausrede verwendet, sie selbst Nachts und bei Minustemperaturen draußen sich selbst zu überlassen.
Dabei sind Wohnungskatzen nicht nur stressfreier, gesünder und leben länger, sie richten auch keinen Massenmord im Ökosystem an und produzieren keine halbwilde Katzenpopulationen, die ein Elendsleben führen müssen. Aber, oh weh!, um eine Wohnungskatze muss man sich ja KÜMMERN. Panik

Egal worum es geht, der Mensch sucht sich immer einen Weg, für sich selbst die bequemste Lösung zu finden, auch wenn andere darunter leiden. Thumb down

Aber was soll man von einer Spezies im Umgang mit anderen erwarten, wenn sie schon ihre eigenen Babies darauf konditionieren, alleine "klar zu kommen", und trainieren, dass ihr Bedürfnis nach körperlicher Nähe und emotionaler Geborgenheit nicht erfüllt wird, selbst wenn sie weinen, schreien und brüllen, bis sie kotzen müssen. Man kann nie früh genug damit anfangen, erlernte Hilflosigkeit anzutrainieren! Rolleyes

Weil die Eltern halt höhere Prioritäten haben. Und es für normaler halten, ein Baby eine Flasche mit der Milch einer anderen Tierart zu ernähren und (vor allem im Psychopathenland Amerika, hier in Deutschland geht es ja noch...) "Skandal!!!" kreischen, wenn es die Brust der Mutter bekommt. (Ich weiß es gibt auch immer Gründe, nicht zu stillen, mir geht es darum, was als "normal" gesehen wird).

Normal, normal, ist alles völlig normal. Muss man nicht drüber nachdenken.
Macht ja jeder so.
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#52

Ich bin sowieso der Meinung, dass man zumindest einen eigenen Raum mit Voliere haben sollte, wenn man unbedingt Vögel halten will. Man kann ihrem Freiheitsdrang einfach nicht wirklich gerecht werden. Ich hatte ja früher selber Wellensittiche und habe auch darauf geachtet, dass der Käfig schön breit ist. Ich weiß nicht, was das immer soll, dass man Vögel in turmartige Käfige setzt. Da können sie ja nicht mal ein Stück vorwärts fliegen?

Genau so schlimm finde ich es, dass es wohl immer noch normal ist, dass Spiegel und Plastikvögel verkauft werden. Wann hört das denn mal endlich auf? Im Gegensatz zu kleinen Käfigen (die man zumindest immer mal als Notfallunterkunft für verletzte Wildvögel usw nutzen kann) haben Spiegel und Plastikvögel für mich absolut keine Daseinsberechtigung.

Zum Thema Tiere draussen lassen: unsere alte Püppy war ja auch ein Freigänger und extrem robust. Sie war oft noch um 22 Uhr draussen und kam einfach nicht nach Hause, wenn man sie gerufen oder mit Leckerlies geraschelt hat. Dann haben wir sie auch draussen gelassen, aber immerhin waren Haus- und Hintertür windgeschützt. Hinten hatten wir eine Kiste mit Decken stehen, in die sie reingehen konnte. Hat sie aber nicht gemacht. Tongue Irgendwie finde ich das im Nachhinein traurig, aber für uns war das ganz normal...

Die Norweger, die wir jetzt haben, sind auf Winter ausgelegt, aber die lassen wir trotzdem nicht Nachts draussen. Manchmal sitzen sie verträumt auf dem Treppengeländer und schwelgen in irgendwelchen Katzenerinnerung, egal was für ein Wetter, aber ansonsten mögen sie kaltes und nasses Wetter auch nicht.
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#53

Das Fell vom Nachbarskater Felix war an der einen Flanke so verklettet, dass er offenbar schon Schmerzen hatte und sich nicht mehr normal bewegen konnte oder anfassen lassen wollte.

Ich habe ihn mit Feuchtfutter geködert und die Kletten alle rausgeschnitten, die schon steinhart verfilzt waren.

Jetzt hasst er mich.  Rolleyes

Wie kann es nur passieren, dass eine Katze mit Kurzhaar (!) solche extremen Kletten darin entwickelt? Normalerweise "kämmen" die sich ihr Haar doch mit der Zunge. Hat er vielleicht irgendwelche anderen Beschwerden, die es ihm schwer machen, die Seite zu putzen? Oder ist das doch normal für Katzen, wenn die von den Besitzern nicht gebürstet werden?
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#54

Normalerweise putzen Katzen sich selbst so gut, dass das Fell nicht verkletten sollte. Bei Freigänger-Katzen mit langen Haaren kann das Kämmen durch Menschen natürlich nicht schaden, aber ich denke, dass normale gesunde Katzen auch ohne den Menschen mit ihrem Fell zurechtkommen.

Unsere alte Püppy (auch Kurzhaar) hat sich nachher kaum noch geputzt und war an den Seiten so verklettet, dass man es nur noch abschneiden konnte.

Ich denke also, dass es entweder am Alter liegt oder irgendwas anderes nicht stimmen muss.
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#55

Boah, ich bin heute echt so was von sauer. Cursing

Der Nachbarskater Felix (wurde von den Vorbesitzern gefüttert, daher mache ich das auch), den ich schon tot geglaubt hatte, stand plötzlich wieder vor der Tür.

Verklebte Schnauze, tränende Augen, herausstehende Beckenknochen, aufgeblähter Bauch, apathisch.
Bettelte um Futter, fraß aber nicht. Kara war auch völlig verstört.

Ich ab zum Nachbarn, gefragt ob ich mit seinem Kater zum Tierarzt fahren darf. Der winkt ab, der wäre schon 18 Jahre alt.
Er frisst schon seit Tagen nicht mehr, seine Zeit wäre wohl jetzt um. Aber nachdem ich auf ihn eingeredet habe, bin ich dann doch los zum Tiernotdienst. Auch ein altes Tier sollte nicht leiden. Die schlimmste Befürchtung wäre FIP gewesen, dann hätte man ihn einschläfern lassen müssen.

Das war es dann aber nicht. Der Tierarzt meinte, die Katze wäre wie ein Auto, das seid 30 Jahren nicht mehr in der Werkstatt war, und jetzt alle Schäden auf einmal zu Tage treten. Er hat wohl einen Herzfehler, daher der erhöhte Puls, der aufgeschwemmte Bauch und die Lungengeräusche. Da müsste man ihn in Narkose legen und sich das Herz genauer angucken. Außerdem hat er schon mehr Zahnstein als Zähne, die darunter wahrscheinlich auch vom Karies zerfressen sind. Daher auch das entzündete Zahnfleisch. Man könnte den Zahnstein auch in Narkose entfernen lassen.

Der Arzt meinte, dass eine "Generalüberholung" dann in den vierstelligen Bereich gehen würde, und man sich überlegen müsste, ob das bei einem so alten Tier noch sinnvoll wäre. Wir warten jetzt erst Mal eine Woche ab wie er sich entwickelt und entscheiden dann weiter.

Mich ärgert das so sehr. Erst Mal bin ich durch den Notdienst jetzt 150 Euro los, denn der alte Mann hat kein Geld (schafft sich aber trotzdem immer neue Tiere an), und er hat nur dem Tierarzt zugestimmt, als ich gesagt habe, dass ich bezahle.

Aber im Grunde ist Felix nicht schwer krank und es könnte ihm heute noch gut gehen. Hätte man vor Jahren schon den Herzfehler entdeckt und medikamentös eingestellt. Und hätte man sich mal regelmäßig um das Gebiss gekümmert!

Er hat jetzt ein Breitband-Antibiotikum gegen die ganzen Entzündungen, Vitamine und wahrscheinlich die erste Wurmkur seines Lebens bekommen. Mal sehen, ob er damit wenigstens wieder anfängt zu fressen.

Argh, wieso schaffen sich Menschen Tiere an, und fahren damit nicht einmal wenigstens regelmäßig zum Tierarzt?? Wacko
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#56

Ach du Schande. Eek! Ja, man hätte bestimmt Schlimmeres verhindern können, das ist sowas von unnötig. Pinch

Flynn hat eine chronische Zahnfleischentzündung und sehr oft Zahnstein. Er war jetzt ca. alle 2 Jahre mal zur Reinigung und dabei wurde auch immer min. 1 Zahn gezogen. Ich glaube, er wird irgendwann keine mehr haben, wenn das so weitergeht, aber Hauskatzen können meines Wissens auch gut ohne Zähne leben, wenn sie entsprechendes Futter bekommen.

Manche Menschen können glaub ich einfach nichts dafür. Ich kenne auch solche Leute, die sich über sowas keine Gedanken machen und trotzdem immer wieder Tiere oder sonst was anschaffen. Entweder, weil sie zu nett sind oder weil es ihnen egal ist, ich weiß es nicht. Pinch Mein Onkel war damals auch so, der hat seinen Kindern immer alle Wünsche erfüllt, auch wenn es Haustiere waren und am Ende haben meine Mutter und ich die Tiere von da geholt und uns um die gekümmert.

Ich drücke die Daumen, dass Felix es noch schafft. Knuddel
Kann ich dir wegen den Tierarztkosten unter die Arme greifen?
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#57

Och der arme Felix. Hoffentlich geht es ihm bald besser und er hat noch eon paar Jahre.
Das mit den Kosten ist dann weniger schön.
[Bild: B-rchen-f-r-signatur.gif]
Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgenwo ein Superbär!
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#58

(07.03.2021 12:43)cybie schrieb:  Manche Menschen können glaub ich einfach nichts dafür. Ich kenne auch solche Leute, die sich über sowas keine Gedanken machen und trotzdem immer wieder Tiere oder sonst was anschaffen. Entweder, weil sie zu nett sind oder weil es ihnen egal ist, ich weiß es nicht. Pinch 

Kenne auch so jemanden. Jahrelang kein Besuch beim Veto und als er dann seine Katze nach Wochen der Abwesenheit im Speicher gefunden hat war sie innerlich komplett zerfressen  Wacko. Fing aber schon bei dem Futter an: das Billigste. Hab den Eindruck viele machen sich es zu einfach und verstehen ihre Verantwortung nicht richtig.

@Codo: ich hoffe dir geht es finanziell besser bezüglich den 150€.
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#59

Ich habe nicht direkt eine Frage.

Aber wir waren mit Quentin vor kurzem beim Tierarzt, weil er sehr dünn geworden ist und sich ab und zu übergibt. Er hat ein Stimmlippenödem, weshalb er öfter mal stark schluckt oder sich mal übergibt und würgt, als würde ihm etwas im Hals stecken. Das ist schon etwas länger so, er hat ja auch schon quasi immer diese quakige heisere Stimme.

Wir haben ihm dieses Mal Blut abnehmen lassen und es stellte sich heraus, dass er eine Schilddrüsenüberfunktion hat und seine Bauchspeicheldrüse deshalb nicht richtig funktioniert. Er muss jetzt 6 Wochen lang jeden Tag 2 Pillen bekommen... Blink Ihr wisst ja bestimmt, was Katzen und Pillen für eine tolle Kombi sind. Hrhr

Ich habe recht schnell eine gute Methode herausgefunden: sich hinknien, Katze zwischen die Knie setzen, Kopf hoch, Maul auf, Pille rein, Maul zu, fertig. Das geht es richtig gut. Meine Mutter bekommt es aber (noch) nicht hin, deshalb habe ich allerlei Alternativen gekauft, z. B. so ne knetbaren Leckerlies, in denen man Pillen verstecken kann. Vorhin habe ich ihm erst ein Placebo gegeben, dann eine mit Pille, dann wieder ein Placebo und die Pille blieb drin. Ich bin echt begeistert. Big Grin

In 6 Wochen soll er nochmal zur Kontrolle. Ich vermute mal, dass er die Tabletten vllt sein Leben lang weiternehmen muss... Vllt wird nur die Dosis reduziert, mal sehen... Bisher geht es ihm aber gut und er ist nicht dünner geworden. Samstag wiegen wir ihn nochmal.
"Buddhismus ist mein Glaube und ich glaub' im nächsten Leben hau' ich dir aufs Maul."
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#60

Oh ja, Katzen und Tabletten sind keine gute Kombi. Sie schaffen es auch immer die Tabletten wieder rauszupfrimeln, ein Hund isst es im ganzen mit der Wurst. 
Gute Besserung deinem Schatzi Knuddel
 "Unser Leben wird durch Möglichkeiten bestimmt. Auch durch die, die wir versäumen."
Mein (gaming)-Blog

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