01.03.2010 14:18
Hey, das kommt mir ja so vor, als hätte ich in nem anderen Universum gelebt... Naja, gehört hat man schon von dem ein oder anderen Spiel, aber irgendwie kennt man niemanden, der das gespielt haben könnte...
Hat jemand von euch Mata Hari gespielt?
Optisch ein wunderschönes Abenteuer in super Atmosphäre, aber leider mit sehr viel verschenktem Potential.
Story:
Ihr schlüpft in die Rolle der aufkommenden niederländischen Tänzerin Mata Hari und werdet in Paris als Spionin angeheuert. Ihr versalzt manche Beziehung, andere versüßt ihr, bis schließlich eure Tarnung auffliegt, und ihr zur Doppel- bzw. Mehrfach-Spionin werdet. In der Hoffnung den Krieg abzuwenden verkauft ihr Informationen und sabotiert Entwicklungen der Zeit (!!). Angeblich kann der Spieler selbst steuern auf welches Ende er zugeht, indem er seine Informationen intelligent verteilt. Ich habe es nur einmal gespielt, kenne daher nur ein einziges Ende.
Gameplay:
Das Spiel brüstet sich vorallem mit den Waffen der Frau, also im Grunde etwas so noch nie dagewesenen. Aber ob das eine so tolle neue Innovation ist? Zunächst beginnt das Spiel auf einer Party, wo man mit Lügen Zwietracht säht (was sehr viel lustiger ist, als erwartet, wenn man eine gewisse saboteurische Ader hat
). Man lernt den "Umgang" mit Männern und folgt ihnen sogar ins Schlafzimmer. Insgesamt ist das Game sehr dialoglastig. Eigentlich reicht es sich stupide durchzuklicken, bis man bekommt was man will. Knackt man einen Mann nicht sofort, schlägt sich das nur in der Bewertung wieder. Um Handlungen oder Gespräche durchzuführen, zieht man ein Inventarsymbol auf die gewünschte Person (etwas merkwürdig). Es gibt leider viele Mini-Games, die sich ständig wiederholen und dem klassischen Adventuristen den letzten Nerv rauben. Den Entwicklern sei dank, gibt es einen Panik-Button, der ein Spiel sofort (erfolgreich) beendet.
Die Spieldauer liegt bei ca. 5 Stunden, bei versprochenen 20 (!!). Vielleicht wenn man jedes Mini-Game mitnimmt, kommt man auf 10. Wäre das Spiel nicht so umständlich, wäre die Spielzeit um einiges kürzer. Um von einer Großstadt in die andere mit dem Zug zu kommen, klickt man sich beispielsweise durchs Taxi, den Fahrkartenschalter, um dann ein Mini-Game zu bestehen... Und man muss wirklich ständig umherreisen.
Die Rätsel:
Im großen und ganzen sehr unterschiedlich und einfallsreich. Dank Panik-Button kommt selten Frustration auf. Manchmal sind die "Rätsel" aber richtig dumm. z.B. ihr seid in Spanien, wollt ein Telefon anzapfen, euch fehlt aber ein Hörer. Also macht ihr euch auf nach Berlin, weil es dort ein öffentliches Telefon gibt, was wohl keiner vermisst (!?!). Mit dem gestohlenen Hörer bewaffnet, könnt ihr zurück in Spanien dem immer noch laufenden Gespräch lauschen. Die Spanier haben wohl echtes Sabbelwasser getrunken. Nebenbei quatscht ihr euch durch die endlosen Dialoge mit Bahnpersonal und Taxifahrern...
Die Atmosphäre:
Die Graphik ist sehr schön gelungen. Zwar sieht alles gezeichnet, comichaft und weniger 3D aus, aber dadurch kommen die Hintergründe sehr malerisch zur Geltung. Zeitlich top getroffen mit bsp. Preußischen Flaggen in Berlin und einer immer passend gekleideten Mata hat man das Gefühl in eine andere Zeit einzutauchen. Die Vertonung ist auch ziemlich makellos und der Sound selten störend (nur beim Tanzen, aber das liegt an der Art Mini-Game).
Fazit: Das Game hat wohl seine Höhen und Tiefen. Super interessanter Ansatzpunkt Spionage und Informationsfluss, die z.T. gut aufgegriffen wurden, doch leider durch eine sehr starke Linearität bis hin zur Stupidität/Langeweile eingeschränkt sind. Insgesamt eine überzeugende Zeitreise mit zeitspezifischen sehr einfallsreichen Rätseln, dieallerdings neben manchen dummen Mini-Games irgendwie lächerlich rüberkommen.
Hat jemand von euch Mata Hari gespielt?
Optisch ein wunderschönes Abenteuer in super Atmosphäre, aber leider mit sehr viel verschenktem Potential.
Story:
Ihr schlüpft in die Rolle der aufkommenden niederländischen Tänzerin Mata Hari und werdet in Paris als Spionin angeheuert. Ihr versalzt manche Beziehung, andere versüßt ihr, bis schließlich eure Tarnung auffliegt, und ihr zur Doppel- bzw. Mehrfach-Spionin werdet. In der Hoffnung den Krieg abzuwenden verkauft ihr Informationen und sabotiert Entwicklungen der Zeit (!!). Angeblich kann der Spieler selbst steuern auf welches Ende er zugeht, indem er seine Informationen intelligent verteilt. Ich habe es nur einmal gespielt, kenne daher nur ein einziges Ende.
Gameplay:
Das Spiel brüstet sich vorallem mit den Waffen der Frau, also im Grunde etwas so noch nie dagewesenen. Aber ob das eine so tolle neue Innovation ist? Zunächst beginnt das Spiel auf einer Party, wo man mit Lügen Zwietracht säht (was sehr viel lustiger ist, als erwartet, wenn man eine gewisse saboteurische Ader hat

Die Spieldauer liegt bei ca. 5 Stunden, bei versprochenen 20 (!!). Vielleicht wenn man jedes Mini-Game mitnimmt, kommt man auf 10. Wäre das Spiel nicht so umständlich, wäre die Spielzeit um einiges kürzer. Um von einer Großstadt in die andere mit dem Zug zu kommen, klickt man sich beispielsweise durchs Taxi, den Fahrkartenschalter, um dann ein Mini-Game zu bestehen... Und man muss wirklich ständig umherreisen.
Die Rätsel:
Im großen und ganzen sehr unterschiedlich und einfallsreich. Dank Panik-Button kommt selten Frustration auf. Manchmal sind die "Rätsel" aber richtig dumm. z.B. ihr seid in Spanien, wollt ein Telefon anzapfen, euch fehlt aber ein Hörer. Also macht ihr euch auf nach Berlin, weil es dort ein öffentliches Telefon gibt, was wohl keiner vermisst (!?!). Mit dem gestohlenen Hörer bewaffnet, könnt ihr zurück in Spanien dem immer noch laufenden Gespräch lauschen. Die Spanier haben wohl echtes Sabbelwasser getrunken. Nebenbei quatscht ihr euch durch die endlosen Dialoge mit Bahnpersonal und Taxifahrern...
Die Atmosphäre:
Die Graphik ist sehr schön gelungen. Zwar sieht alles gezeichnet, comichaft und weniger 3D aus, aber dadurch kommen die Hintergründe sehr malerisch zur Geltung. Zeitlich top getroffen mit bsp. Preußischen Flaggen in Berlin und einer immer passend gekleideten Mata hat man das Gefühl in eine andere Zeit einzutauchen. Die Vertonung ist auch ziemlich makellos und der Sound selten störend (nur beim Tanzen, aber das liegt an der Art Mini-Game).
Fazit: Das Game hat wohl seine Höhen und Tiefen. Super interessanter Ansatzpunkt Spionage und Informationsfluss, die z.T. gut aufgegriffen wurden, doch leider durch eine sehr starke Linearität bis hin zur Stupidität/Langeweile eingeschränkt sind. Insgesamt eine überzeugende Zeitreise mit zeitspezifischen sehr einfallsreichen Rätseln, dieallerdings neben manchen dummen Mini-Games irgendwie lächerlich rüberkommen.
"There is too much of Lara in you for your own good, slave"