18.10.2009 22:02
Also ich habe mir die Studie jetzt mal so halbwegs durchgelesen. Dabei habe ich mir so meine Gedanke zu den Schwachpunkten des Verfahrens gemacht. Glücklicherweise sind die von den Autoren selbst am Ende aufgeführt worden:
Sooooooooooooooo, und jetzt liest man sich die Studie nochmal von vorn durch und findet im ersten Satz:
Hallo? Auf der einen Seite wird (völlig richtig!) gesagt, dass keine Kausalitätsannahmen aufgrund der Studie zulässig sind, auf der anderen Seite (und zwar an der prominentesten Stelle im ganzen Paper, im ersten Satz der Zusammenfassung, also das, was alle Leute lesen) gesagt, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen Gewaltspielen und aggressivem Verhalten besteht.
Zitat:Die Ergebnisse werden durch das querschnittliche Design der vorliegenden Studie beschränkt, das Kausalitätsannahmen nicht zulässt. Weiterhin wird die externe Validität der gewonnenen Ergebnisse durch den Zugang zur Stichprobe über Online-Foren eingeschränkt. Die Teilnehmer waren vorwiegend männlich, weshalb die weiblichen Teilnehmer aus der Stichprobe entfernt wurden. Die freiwillige Teilnahme an einer Befragung, die etwa eine halbe Stunde dauert, führt dazu, dass sich nur eine besondere Auswahl von Personen an der Studie beteiligt hat. Die Teilnehmer zeigen durch die Bearbeitung des Fragebogens, ohne dass sie einen persönlichen Gewinn davon haben, bereits prosoziales Verhalten. Weiterhin besuchten 126 (73 %) Teilnehmer ein Gymnasium oder hatten bereits einen gymnasialen Abschluss, was mit Sicherheit nicht repräsentativ für die Nutzer von Videospielen ist.
Sooooooooooooooo, und jetzt liest man sich die Studie nochmal von vorn durch und findet im ersten Satz:
Zitat:Es lässt sich ein Anstieg aggressiven Verhaltens bei Jugendlichen durch den Konsum gewalthaltiger
Computerspiele belegen.
Hallo? Auf der einen Seite wird (völlig richtig!) gesagt, dass keine Kausalitätsannahmen aufgrund der Studie zulässig sind, auf der anderen Seite (und zwar an der prominentesten Stelle im ganzen Paper, im ersten Satz der Zusammenfassung, also das, was alle Leute lesen) gesagt, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen Gewaltspielen und aggressivem Verhalten besteht.




