18.10.2009 20:51
Dann können Computerspiele Verhaltensänderungen hervorrufen, den Spieler temporär beruhigen oder aggressiver machen usw. Aber es gibt kein Spiel, das "dazu dient, Menschen zu töten" und auch kein Spiel, das in direkter Folge zu Mordversuchen motiviert. Was soll dann als Killerspiel bezeichnet werden? Ein Spiel, das auf lange Zeit Verhaltensänderungen hervorruft? Passt das noch zum Wort?! Und rechtfertigt es das Unternehmen, solche Spiele rigoros zu verbieten?
Und die eigentliche Frage: Sind das hinreichende Gründe, die Amokläufe erklären? Ist das Computerspiel ein schwerwiegenderer Faktor als das gemeinsame Versagen sozialer Institutionen?
Da hat uns das Modewort wohl wieder vom eigentlichen Thema abgelenkt...
Dass die Auswirkungen von Medien auf Kinder nicht unbedenklich sind, ist richtig. Das darf aber kein Grund für fadenscheinige Zensur sein. Killerspiele sind nicht verantwortlich für Amokläufe. Und Medien spielen nur sekundär eine Rolle, insofern als sie dem planenden Amokläufer durch die vergangene Berichterstattung gezeigt haben, dass er nach seiner Tat jede Menge Aufmerksamkeit erhalten wird. Für manche Menschen ist das ein Anreiz.
Off topic:
Für Eric Harris, der wahrscheinlich ein Psychopath war, war es der einzige. Er wollte keine Schulschießerei anzetteln, er wollte als der größte Massakrierer in die Geschichte der USA eingehen. Dem Vorschlag seines Freundes Dylan, die Schule auszuwählen, dürfte er aus pragmatischen Gründen zugestimmt haben. Viele Leute auf einem Haufen, bekanntes Terrain. Gereicht der Absicht. Für den depressiven Dylan mag das Mobbing in der Schule ein Grund gewesen sein. Aber der wäre nie darauf gekommen, sich zu rächen, wenn er nicht dem Psychopath begegnet wäre. Mit Killerspielen hatte aber auch das nicht zu tun.
Und die eigentliche Frage: Sind das hinreichende Gründe, die Amokläufe erklären? Ist das Computerspiel ein schwerwiegenderer Faktor als das gemeinsame Versagen sozialer Institutionen?
Da hat uns das Modewort wohl wieder vom eigentlichen Thema abgelenkt...

Dass die Auswirkungen von Medien auf Kinder nicht unbedenklich sind, ist richtig. Das darf aber kein Grund für fadenscheinige Zensur sein. Killerspiele sind nicht verantwortlich für Amokläufe. Und Medien spielen nur sekundär eine Rolle, insofern als sie dem planenden Amokläufer durch die vergangene Berichterstattung gezeigt haben, dass er nach seiner Tat jede Menge Aufmerksamkeit erhalten wird. Für manche Menschen ist das ein Anreiz.
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Für Eric Harris, der wahrscheinlich ein Psychopath war, war es der einzige. Er wollte keine Schulschießerei anzetteln, er wollte als der größte Massakrierer in die Geschichte der USA eingehen. Dem Vorschlag seines Freundes Dylan, die Schule auszuwählen, dürfte er aus pragmatischen Gründen zugestimmt haben. Viele Leute auf einem Haufen, bekanntes Terrain. Gereicht der Absicht. Für den depressiven Dylan mag das Mobbing in der Schule ein Grund gewesen sein. Aber der wäre nie darauf gekommen, sich zu rächen, wenn er nicht dem Psychopath begegnet wäre. Mit Killerspielen hatte aber auch das nicht zu tun.
Überwinde den Schmalzkringel und zähme den Donut.
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