07.11.2008 12:29
Zum Thema Killerspiele muss ich mich auch noch äussern.
Es ist, sorry für den Ausdruck, unter aller Sau, wie darüber berichtet wird! (Danke für das Video PMJ) Es wird so gut wie nie gesagt, dass wir bereits ein gutes und durchdachtes Jugendschutzsystem haben mitsamt Indizierungen und Beschlagnahmungen von menschenverachtenden Games.
Es gibt kein Spiel auf der Welt, wo man Frauen vergewaltigen kann, oder wo man ohne Sinn Passanten die Arme absägen und Gedärme raussreissen kann! Würde es so ein Spiel geben, wäre es definitiv auf dem Index. Es landen sogar Spiele auf dem Index, die es gar nicht verdient hätten. Tötet man in GTA Passanten, dann hat man etwas schlechtes gemacht und das Spiel wird schwerer(die Bullen kommen). Ein Amoklauf in einem GTAspiel führt also zum Game Over, was heisst: Spielziel nicht erreicht.Somit stiftet dieses Game keineswegs zum Amoklauf an. Und die Schiessereien ansonsten, die sind nicht schlimmer wie in einem ab12 Film. Ich will mal kurz an die gutgemachte, aber eigentlich sinnlose Vergewaltigungsszene aus The hills have eyes (Horrorfilm) hinweisen. Diese Szene ist nur dazu da, um zu schocken. Der Film ist unheimlich explizit, bekam aber ein FSK18 Siegel. Da fragt man sich, warum dann Spiele wie Max Pain auf den Index kommen...
Dass viele Spiele nichts für Kinder sind, leuchtet mir ein, darum soll man sich bemühen, die Alterseinschränkungen besser durchzusetzen. Aber Killerspiele(was ist übrigens ein Killerspiel? Ist TR Anniversary auch eins? Schliesslich kille ich dort einen Dino mit einem brutalen Headshot) zu verbieten wäre wirtschaftlich gesehen das schlimmste, was man machen kann. Man schadet der Spielewirtschaft damit unheimlich. Und was würden wir tun, wenn wir(oder zumindest einige Spieler) zum Beispiel Underworld nicht mehr kaufen könnten? Genau, es illegal downloaden. Mit einem Verbot wird die Wirtschaft kaputtgemacht, während die Piraterie steigen wird. Unglaublich, dass deutsche Politiker nicht mal soweit denken können. Mit einem Verbot wird nichts erreicht. Die 10jährigen, die jetzt Doom spielen, spielen es auch, wenns verboten ist. Den wer ist heute schon nicht in der Lage, ein Spiel gratis downzuloaden? Wohl die meisten. Trotzdem werden die Games immernoch gekauft, da es genug aufrichtige Menschen gibt, die gerne für das bezahlen, was sie spielen.
Ein weiterer Aspekt ist noch der Unterschied zwischen selber spielen und Zuschauen. Nehmen wir nun ein Beispiel, dass hier alle kennen: Tomb Raider Legend, Perulevel. Stellt euch vor, die Oma kommt rein und guckt euch zu, wie Ihr die Söldner in der Stadt niederschiesst. Was wird sie denken? Was wird sie sehen? Sie sieht eine Frau, die "völlig sinnlos" Menschen totschiesst inklusive verherrlichenden Slowmotions etc. Doch was sieht der Spieler? Der Spieler ist begeistert von der Story, leidet mit Lara mit und schiesst nicht sinnlos herum, sondern um ihre Freundin (Aja oder wie die heisst) zu helfen, die wird ja von den Bösewichtern verfolgt. Für den Spieler gibt diese Ballerei Sinn, ihm geht es nicht ums Töten, sondern ums retten. Hinzu kommt noch, das der Spieler gewillt ist, das Level zu schaffen. Für ihn ist das Spiel genau das, ein SPIEL! Er will das Level schaffen und kämpft sich da auch durch um nacher das "juhuu-habs-geschafgt-Gefühl" zu haben, ähnlich wie nach einer gewonnenen Partie Schach. Aus diesem Grunde kann ein Nichtspieler schlecht über ein Spiel urteilen, sei es nun Hitman oder GTA oder Mafia.
Auch muss ich jedoch erwähnen, dass es auch positive Tendenzen gibt. Es werden bereits erste Spiele als KKulturgut bezeichnet und so. Also die Spiele etablieren sich in der Gesellschaft. Übrigens haben andere Medien genau das gleiche durchgemacht, zum Beispiel der TV:
Ein lustiges Beispiel ist dieser Ausschnitt: http://de.youtube.com/watch?v=BPgUM80_P7Y (Achtung: Die Repotage enthält einige expliziten Gewaltdarstellungen aus alten Horrorfilmen, also bitte nur auf den Link klicken, wenn man volljährig ist
)
Leider finde ich die komplette 1stündige Repotage nicht mehr über Horrorfilme. Das war eine Repotage aus den 80er-Jahren, die auch schlehct recherchiert war und sehr an die heutige Killerspieledebatte erinnert.
Ich denke, Filme sind genau so gefährlich wie Computerspiele oder Bücher...nämlich nichtsehr gefährlich
Das Problem ist nur, dass agressive Menschen, agressive Spiele bevorzugen, was aber nciht heisst, dass die Spiele agressiv machen. Mich macht ein verlorenes Game in FIFA wütender als einen Tod in FarCry. Und schiessen lernen kann man mit Egoshootern sowieso nicht, man spielt ja mit Maus und Tastatur, man erhöht höchstens die Auge-Hand-Koordination, was guut ist, wenn man Arzt werden will
Es ist, sorry für den Ausdruck, unter aller Sau, wie darüber berichtet wird! (Danke für das Video PMJ) Es wird so gut wie nie gesagt, dass wir bereits ein gutes und durchdachtes Jugendschutzsystem haben mitsamt Indizierungen und Beschlagnahmungen von menschenverachtenden Games.
Es gibt kein Spiel auf der Welt, wo man Frauen vergewaltigen kann, oder wo man ohne Sinn Passanten die Arme absägen und Gedärme raussreissen kann! Würde es so ein Spiel geben, wäre es definitiv auf dem Index. Es landen sogar Spiele auf dem Index, die es gar nicht verdient hätten. Tötet man in GTA Passanten, dann hat man etwas schlechtes gemacht und das Spiel wird schwerer(die Bullen kommen). Ein Amoklauf in einem GTAspiel führt also zum Game Over, was heisst: Spielziel nicht erreicht.Somit stiftet dieses Game keineswegs zum Amoklauf an. Und die Schiessereien ansonsten, die sind nicht schlimmer wie in einem ab12 Film. Ich will mal kurz an die gutgemachte, aber eigentlich sinnlose Vergewaltigungsszene aus The hills have eyes (Horrorfilm) hinweisen. Diese Szene ist nur dazu da, um zu schocken. Der Film ist unheimlich explizit, bekam aber ein FSK18 Siegel. Da fragt man sich, warum dann Spiele wie Max Pain auf den Index kommen...
Dass viele Spiele nichts für Kinder sind, leuchtet mir ein, darum soll man sich bemühen, die Alterseinschränkungen besser durchzusetzen. Aber Killerspiele(was ist übrigens ein Killerspiel? Ist TR Anniversary auch eins? Schliesslich kille ich dort einen Dino mit einem brutalen Headshot) zu verbieten wäre wirtschaftlich gesehen das schlimmste, was man machen kann. Man schadet der Spielewirtschaft damit unheimlich. Und was würden wir tun, wenn wir(oder zumindest einige Spieler) zum Beispiel Underworld nicht mehr kaufen könnten? Genau, es illegal downloaden. Mit einem Verbot wird die Wirtschaft kaputtgemacht, während die Piraterie steigen wird. Unglaublich, dass deutsche Politiker nicht mal soweit denken können. Mit einem Verbot wird nichts erreicht. Die 10jährigen, die jetzt Doom spielen, spielen es auch, wenns verboten ist. Den wer ist heute schon nicht in der Lage, ein Spiel gratis downzuloaden? Wohl die meisten. Trotzdem werden die Games immernoch gekauft, da es genug aufrichtige Menschen gibt, die gerne für das bezahlen, was sie spielen.
Ein weiterer Aspekt ist noch der Unterschied zwischen selber spielen und Zuschauen. Nehmen wir nun ein Beispiel, dass hier alle kennen: Tomb Raider Legend, Perulevel. Stellt euch vor, die Oma kommt rein und guckt euch zu, wie Ihr die Söldner in der Stadt niederschiesst. Was wird sie denken? Was wird sie sehen? Sie sieht eine Frau, die "völlig sinnlos" Menschen totschiesst inklusive verherrlichenden Slowmotions etc. Doch was sieht der Spieler? Der Spieler ist begeistert von der Story, leidet mit Lara mit und schiesst nicht sinnlos herum, sondern um ihre Freundin (Aja oder wie die heisst) zu helfen, die wird ja von den Bösewichtern verfolgt. Für den Spieler gibt diese Ballerei Sinn, ihm geht es nicht ums Töten, sondern ums retten. Hinzu kommt noch, das der Spieler gewillt ist, das Level zu schaffen. Für ihn ist das Spiel genau das, ein SPIEL! Er will das Level schaffen und kämpft sich da auch durch um nacher das "juhuu-habs-geschafgt-Gefühl" zu haben, ähnlich wie nach einer gewonnenen Partie Schach. Aus diesem Grunde kann ein Nichtspieler schlecht über ein Spiel urteilen, sei es nun Hitman oder GTA oder Mafia.
Auch muss ich jedoch erwähnen, dass es auch positive Tendenzen gibt. Es werden bereits erste Spiele als KKulturgut bezeichnet und so. Also die Spiele etablieren sich in der Gesellschaft. Übrigens haben andere Medien genau das gleiche durchgemacht, zum Beispiel der TV:
Ein lustiges Beispiel ist dieser Ausschnitt: http://de.youtube.com/watch?v=BPgUM80_P7Y (Achtung: Die Repotage enthält einige expliziten Gewaltdarstellungen aus alten Horrorfilmen, also bitte nur auf den Link klicken, wenn man volljährig ist

Leider finde ich die komplette 1stündige Repotage nicht mehr über Horrorfilme. Das war eine Repotage aus den 80er-Jahren, die auch schlehct recherchiert war und sehr an die heutige Killerspieledebatte erinnert.
Ich denke, Filme sind genau so gefährlich wie Computerspiele oder Bücher...nämlich nichtsehr gefährlich


Tiefe Brunnen muss man graben, wenn man klares Wasser will. Rosenrot oh Rosenrot, tiefe Wasser sind nicht still.